Buenos Aires - postlagernd

Darsteller

Rupert Tröllner: Hubert Pöllmann
Mirta Tröllner, Ehefrau: Marta Mazzeo
Heike, die Freundin: Doris von Levetzow
Maria Tröllner, das Kind: Maria José Pöllmann
Immobilienberater: Manfred Schreiner
Carlo, Börsenberater: Arnold Cosyns
Josef, ein alter Kumpel: Josef Dechant

Stab

Buch und Regie: Hubert Pöllmann
Kamera: Marcus Döbereiner
Second Unit: Martino Dario, Elena Santa Coloma
Schnitt: Franz Bergmann
Ton: Franz Failer
Musik: Pedro Ochoa
Produzent: Hubert Pöllmann

Daten

Länge: 2380 Meter
Laufzeit: 87 Minuten
Format: 35 mm, DVD
Bild: Farbe / Breitwand 1:1,85
Ton: Mono (Lichtton)
Produktionsjahr: 1999
Herstellungsland: Bundesrepublik Deutschland
FSK: ab 0 Jahren / empfohlen ab 14 Jahren

Inhalt

Das Leben ist ein Tango

Rupert Tröllner ist ein Möchte-Gern-Finanzmakler. Mit nicht ganz astreinen Geschäften hält er sich einigermassen über Wasser. Älteren Leuten hängt er unsinnige Bausparverträge auf.

Während für ihn das Leben nur aus Geschäften besteht, vernachlässigt er seine aus Argentinien stammende, attraktive Frau Mirta. Sie kommt nicht nur mit ihrem Mann, sondern auch mit der Mentalität und Bürokratie der Deutschen nicht zurecht.

Als sie es nicht länger in Deutschland, in der kleinen Wohnung und mit ihrem Angetrauten aushält, beschliesst sie, mit der Tochter nach Argentinien zurückzukehren.

Einem Rat seines besten Freundes folgend, reist Rupert ihr nach und versucht, sie zurückzuholen. Er verspricht ihr, dass nach ihrer Rückkehr eine schöne, grosse Wohnung auf sie wartet.

Nur leider ist bis zu Mirtas Eintreffen daraus nichts geworden, so dass die ganze Familie einstweilen im Gartenhäuschen leben muss. Dennoch verzeiht Mirta ihrem Rupert. Und in der Lauben-Idylle kommen beide auf die Idee ihres Lebens.

Plakat

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Bildergalerie

Zur Entstehungsgeschichte dieses Films

Spätestens seit den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts hatte die Aussage, dass Fotografie und Film ein Beweis für Realität ist, keine Gültigkeit mehr.
Die digitale Bildbearbeitung führte in eine virtuelle Welt. Im Bereich des Filmtricks boten sich nun ungeahnte Möglichkeiten der Illusionen. Immer mehr “Hollywood”-Filme nutzten diese Technik und verblüfften mit Ergebnissen, die keine Unterscheidung zwischen Realität und Trick mehr erlaubten. Das Publikum gewöhnte sich rasch an diese, teuren perfekt gemachten Filme und betrachtete sie als Standard. Nachdem man nun den Zuschauern auf der Leinwand alles vortäuschen konnte und somit auch keine weiteren Steigerungen mehr möglich waren, sehnte sich - wie immer wenn etwas an seine Grenzen stösst - ein Teil von ihnen nach einer neuen Art von Filmen.
So entstanden in der zweiten Hälfte des letzten Jahrzehntes zahlreiche Filme mit einfachen digitalen Videokameras ohne grossen Aufwand, aber originellen Ideen oder ungewöhnlichen Einblicken. Obwohl sie keine handwerklichen Meisterleistungen waren und schon gar keine kommerziellen Chancen hatten, waren einige dieser Videoproduktionen so gut, dass sie ins Kino kamen.
Den Anfang machte unter anderem “Broken Silence”. Es folgten “Blair Witch Project”. Fachleute konnten im Jahre 1999 bei den Filmfestspielen in Cannes ihre Welt nicht mehr verstehen, als zwei derartige Videoproduktionen mit Preisen bedacht wurden.
Namhafte Regisseure wagten sich ebenfalls mit der Digitalkamera an neue Kinoprojekte. Doris Dörrie drehte in einem buddhistischen Kloster “Erleuchtung garantiert”.
Die meistens “unbemerkte” Amateurkamera erlaubte nun völlig neue Einblicke und Abbilder der Wirklichkeit.
Es entstanden Filme von großer Authentizität.
Viele dieser Projekte hätten mit einem grossen Filmteam kaum realisiert werden können. Es hätte die Menschen vor der Kamera gehemmt oder gar verschreckt und niemals in ihrer Natürlichkeit einfangen können. Es wäre an manchen Orten wahrscheinlich gar nicht zugelassen worden.
Doch auch mit dieser neuen Technik des Filmemachens war dem Kinobesucher bald die Unterscheidung zwischen dokumentarisch aufgenommenen und gestellten Szenen nicht mehr möglich.
So hatte sich Ende der 90-er Jahre der Filmmacher Hubert Pöllmann nach mehreren, auf althergebrachte Art und Weise produzierten Spielfilmen mit dieser neuen Technik und dem neuen Publikumsgeschmack vertraut gemacht und den Film BUNEOS AIRES - POSTLAGERND produziert.

Die Außenaufnahmen entstanden in München, Nürnberg, Kelheim, Salzburg und Buenos Aires.

“Buenos Aires - postlagernd” zeigt auf offene und fast dokumentarische Art und Weise interessantes aus dem Privatleben einer deutsch-argentienischen Familie. Hierbei wurden alle Möglichkeiten und Vorteile der digitalen Videotechnik genutzt, die es erlaubte, ein 35 mm-Film-Negativ für Kinofilm-Kopien herzustellen.

So urteilt die Presse

“... der Filmemacher präsentiert mit seinem jüngsten Streich wieder eine skurrile Melange aus Fiktion und Dokumentation, aus `Deutschland privat´ und Dogma-Film. Alles orginal, oft auch originell...” Abendzeitung München

“Eine melancholische Kinokomödie ... eine fränkische Variante der Filme Eric Rohmers und Rudolf Thomés... Die kargen Bilder zeigen Spuren und Atmosphären unseres Daseins...
Münchner Merkur [Kritik in voller Länge]

“... in den besten Szenen ein phlegmatisch-komischer Lokal-Woody-Allen”
tz München

“...in den besten Szenen sehenswert”.
in münchen

“...klassisches Direct Cinema...”CinemAZ

“Pöllmann dreht Kino von unten. Seine meist `unbemerkte´ Kamera erlaubt völlig neue Einblicke und Abbilder des gewöhnlichen deutschen Alltags... Pöllmann filmt für Deutschland”.Cinema

Weiteres “Reality-Cinema” von HUBERT PÖLLMANN wie die Filme
DER LOKALPATRIOT, DER EHEBERATER, DIE KOMMILITONIN erhalten Sie von uns für gewerbliche und nichtgewerbliche Vorführungen in 16 mm, teilw. 35 mm und DVD!

Die Premiere von BUENOS AIRES - POSTLAGERND fand am 23. März 2000 im Aeroport-Kino in München-Schwabing statt. In der Zwischenzeit lief der Film - was einmalig ist - bereits zum drittem Male in diesem Kino. Nach der Uraufführung zeigten zunächst die Filmtheater aus Bayern mit Erfolg diesen etwas aussergewöhnlichen Film. Jetzt ist der neueste Pöllmann-Streich nach und nach in ganz Deutschland zu sehen. "Buenos Aires - postlagernd" wurde übrigens auch im Rahmen der 33. INTERNATIONALEN HOFER FILMTAGE gezeigt. Ab sofort ist dieses “Anti-Hollywoodwerk” bei uns exklusiv in 16 mm + Video (35 mm bei GLOBUS-FILM) erhältlich.

Radiopresskit

Interview mit dem Regisseur

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