Schöne tote Mädchen

Plakat "Schöne tote Mädchen"

Die lesbisch veranlagten Mare (Nina Violic) und Iva (Olga Pakalovic) ziehen in eine neue Wohnung. Die Vermieter Olga (Inge Appelt) und ihr Ehemann Blaz (Ivica Vidovic) sind zunächst sehr freundlich, Olga ist allerdings auch recht neugierig und möchte immer alles unter Kontrolle haben. Ihr Sohn Daniel (Krešimir Mikic) führt ein Lebensmittelgeschäft, in dem alle aus dem Haus einkaufen, auch die Prostituierte Lidija (Jadranka Djokic). Außerdem wohnen noch einige kuriose Leute in dem Haus: Herr Lasic, ein ehemaliger Soldat, der seine Frau ständig verprügelt, weil diese ihm nur zwei Töchter geboren hat und keinen Sohn. Im Dachgeschoß praktiziert Dr. Peric (Boris Miholjevic), der sich auf illegale Abtreibungen spezialisiert hat. Auch dessen Sohn, der taubstumme Ivek, geistert durch das Haus. Herr Rukavina, der seine tote Frau mumifiziert im Lehnstuhl aufbewahrt, ist an äußerster Ruhe interessiert.

Daniel versucht bei Iva zu landen, diese gibt ihm jedoch immer wieder einen Korb. Als Frau Olga Iva beobachtet, wie diese zu Dr. Peric geht, nimmt sie sofort an, dass sie schwanger ist und abtreiben lässt. Das bringt wiederum Daniel auf die Palme, da er glaubt, dass Iva überall herumhurt, nur nicht mit ihm. Kurz darauf überrascht Frau Olga Mare und Iva, die sich im Bett vergnügen. Nun ist ihr klar, warum Iva nichts von Daniel wissen will. Sie kündigt auf der Stelle den beiden. Als Iva ihren Sohn als impotenten gehirnamputierten Idioten beschimpft, ist es endgültig mit ihrer Freundlichkeit vorbei. Sie erzählt ihrem Sohn Daniel alles, und der beschließt, sich zu rächen. Er vergewaltigt Iva, bedroht Lidija, die alles mit angesehen hat und bekniet seinen Vater Blaz, ihm ein Alibi zu geben. Keiner hat jedoch bemerkt, dass Ivek, der Taubstumme, ebenfalls alles beobachtet hat. Mare kommt nach Hause, ist entsetzt über das, was Daniel ihrer Iva angetan hat, und will sich ihn zur Brust nehmen. Alle im Haus verschwören sich jedoch gegen die beiden jungen Frauen. Mare bekommt es mit der Angst, läuft um ihr Leben und wird von den Hausbewohnern die Treppe hinunter gestoßen. Sie knallt mit dem Kopf gegen die Wand und ist sofort tot. Iva, die verstört im Zimmer zurückgeblieben war, findet die Tote. Den Mord schieben Olga und Blaz dem taubstummen Ivica in die Schuhe. Dieser kommt jedoch aufgrund seiner Krankheit schnell wieder frei.

Iva heiratet ihren Ex-Freund Dalibor und bekommt einen Sohn. Olga glaubt, dass dieser bei der Vergewaltigung von Daniel gezeugt wurde und entführt ihn. Sie versteckt ihn in Mare und Ivas ehemaliger Wohnung. Die Polizei wird alarmiert, glaubt jedoch Olga, die im Rollstuhl auftaucht, dass sie mit der Entführung nichts zu tun hat. Als jedoch Blaz erfährt, dass seine Frau die Entführerin ist, erschlägt er sie und bringt das Kind zurück zu Iva.

Darsteller

Iva: Olga Pakalovic
Mare: Nina Violic

Daniel: Krezimir Mikic
Olga: Inge Appelt
Blaz: Ivica Vidovic
Lidija: Jadranka Ðokic
Gynäkologe: Boris Miholjevic
Polizeiinspektor: Milan Štrljic

Stab

Regie: Dalibor Matanic
Kamera: Branko Linta
Drehbuch: Mate Matišic und Dalibor Matanic
Musik: Jura Ferina und Pavle Miholjevic
Schnitt: Tomislav Pavlic
Ausstattung: Zeljka Buric
Produzent: Jozo Patljak

Daten

Länge: 2195 Meter
Laufzeit: 80 Minuten
Format: 35 mm, DVD
Bild: Farbe / CinemaScope
Ton: Dolby-Stereo
Produktionsjahr: 2002
Herstellungsland: Croatia
FSK: ab 16 Jahren,
feiertagsfrei

Bildergalerie

Auszeichnungen

10 internationale Preise, Oscar-Nominierung

Schlagzeilen

Ein Film gegen Gewalt und Intoleranz
Das tragische Ende einer Frauenliebe
Ein Meisterwerk des neuen kroatischen Kinos
Großartiges CinemaScope-Kino!
Für Freunde des Cinema Noir!
Vom Leben, Lieben und Sterben
Existenzialismus pur!
Ein Film, der gewaltig unter die Haut geht!

Pressestimmen

“Größte Anerkennung ...“

Der im Stil des Cinema Noir fotografierte Film handelt von zwei Mädchen, die in ein Mietshaus ziehen, wo seltsame Menschen wohnen.
Matanic und sein Kameramann Branko Linta verdienen größte Anerkennung für ihre hervorragende Cinema-Scope-Fotografie. die eine beklemmende Atmosphäre für eine unterschwellig vorhandene Gefahr schafft.
Deborah Young in VARIETY 2003

“Über den Kampf um Toleranz und das eigene Leben“

Noch nicht einmal sein Regiestudium hatte Dalibor Matanic beendet, als SCHÖNE TOTE MÄDCHEN („Fine mrtve djevojke“) auf dem 49. Filmfestival im kroatischen Pula neben Publikumspreis höchste Auszeichnungen für Produktion und Nebenrollen erhielt. In der Aufsehen erregenden Arbeit des jungen Filmemachers entpuppt sich die Tür eines Zagreber Mietshauses als wahres Tor zur Hölle. Hier lebt das lesbische Pärchen Iva (Olga Pakalovic) und Maria (Nina Violic) inmitten einer Ansammlung von Parias der Gesellschaft. Doch selbst bei Prostituierten, Ex-Soldaten und Skinheads stoßen die beiden auf Ablehnung. Als sich auch noch ein Nachbar in Iva verliebt, eskaliert die Situation...

„Eine universelle, keineswegs private Geschichte über den Kampf um Toleranz und das eigene Leben, in welcher der Autor vielfach prämierter Dokumentationen sein Talent für präzise Darstellerführung beweist und jene latent aggressive Stimmung vermittelt, die er in seinem Heimatland vorfindet.“ FILMFEST MÜNCHEN 2003

Der Regisseur

Matanic wurde am 21.01.1975 in Zagreb als Sohn des Bauingenieurs Tomo und der Ladenbesitzerin Ana geboren. 1993 begann er mit einem Regie-Studium an der Akademie für Dramaturgie in Zagreb.

Er arbeitete als Regieassistent von Zrinko Ogresta („Washed out“) und Zoran Tadic („The third women“). Er ist der Autor und Co-Autor von preisgekrönten Dokumentarfilmen: „Derby“ (1996), „Metropole“ (1998), „Bag“ (1999), „Good look“ (1999), „Wenn our music roars“ (2000) und dem Kurzfilm „Silence“ (2000). Zusammen mit Rukavina und und Tomic erhielt er den „Oktavijan“-Preis für die beste Filmtrailer-Promotion des I. Motovun-Film-Festivals.

2000 drehte er seinen ersten Spielfilm „The Cashier wants to go to the seaside“, mit dem er den Preis als bester kroatischer Nachwuchsregisseur und für beste Darstellerführung, den Debüt-Preis in Cottbus und den Preis für beste Darsteller in Sochi (Russland) errang. Mit dem Film wurde auch das New Directors/New Film Festival in New York eröffnet.

2002 entstand „Drought“, der erste von sechs Kurzfilmen über die Intimitäten von sechs Mädchen in aller Welt. „Drought“ wurde als bester kroatischer Kurzfilm und mit dem Spezialpreis von KODAK ausgezeichnet. Im Sommer des gleichen Jahres engagierte ihn der Produzent Jozo Patljak als Regisseur für sein CinemaScope-Drama SCHÖNE TOTE MÄDCHEN, das eine Oscar-Nominierung und bisher 10 internationale Preise erhielt.

Die Darsteller

OLGA PAKALOVIC
Sie verkörpert im Film “Schöne tote Mädchen“ die Iva. Die junge Schauspielerin war vorher bereits in zahlreichen Kino- und TV-Filmen zu sehen, beispielsweise in: „Der große Aufbruch“ (2001), „Nigredo“ (2001) und „Eine neue Zeit beginnt“ (2002). 2004 wirkt sie in „Katarza“ mit. Die deutsche Stimme von Olga Pakalovic ist MELANIE JUNG („Star Trek“, „Hunger“, usw.).

NINA VIOLIC
ist ein bekannter kroatischer Film- und TV-Star: „Sami”/„Alone” (2001),
„Cashier Wants to Go to the Seaside” (2000), „Bad News Or International Women’s Day” (2000),„The Castle” (1997),
„Domina” (1996), „Zagreb in My Life” (1994), „Each Time We Part Away” (1994) , „A Taste Of Lemon” (1993). In „Schöne tote Mädchen” ist sie die Mare.
ALEX LUDWIG („Eine schrecklich nette Familie”) lieh ihr die deutsche Stimme.

Das deutsche Dialogbuch schrieb Uli Johannson, der auch Synchronregie führte. Sein Name ist vorallem verbunden mit „Star Trek“ (Bearbeitung u. Dialogregie), „Diagnose Mord“, „Rocky und seine Freunde“, „Sylter Novelle“ und mit vielen weiteren Produktionen.
Die deutsche Stimme des Dr. Peric stammt von Michael Gahr, bekannt aus „Der Bastian“, „Stroszek“, „Deutschland im Herbst“, „Echt tu mutsch“, „Das schreckliche Mädchen“, „Eis am Stiel“, „Man spricht deutsch“, „Rosemaries Tochter“ „Im Schatten der Macht“ (Darsteller), „Findet Nemo“ (Synchronstimme)

Die Filmbewertungsstelle (FBW) in Wiesbaden hat jetzt einstimmig den Trailer dieses Films mit dem Prädikat WERTVOLL ausgezeichnet. In der Begründung heißt es unter anderem: “Der Trailer erfüllt formal und dramaturgisch seine Aufgabe, auf den Film aufmerksam zu machen, beeindruckend.
Die szenische Abfolge ist in sich stimmig und zieht den Betrachter in seinen Bann. Dies gilt besonders für die durchgehend bedrohliche Grundstimmung, durch die dunklen Bilder, angedeutete Handlungen und Textpassagen.
Auch auf Seiten der Darsteller erweckt der Trailer Hoffnung auf herausragende Leistungen.”

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